DE

Englisch Vorstellungsgespräch: Top 50 Aussprachefehler eliminieren

11 Okt 2018
·
von Liz Naithani
·
(Kommentare: 1)
Typische Ausprachefehler in englischen Vorstellungsgesprächen vermeiden
Lernen Sie typische Ausprachefehler in englischen Vorstellungsgesprächen zu vermeiden. Bild: Diego Cervo/shutterstock.com

Ein Bewerbungsgespräch auf Englisch zu führen ist ein doppelter Stresstest. Neben den inhaltlichen Herausforderungen eines Bewerbungsgesprächs, also der Ausarbeitung von überzeugenden Antworten, müssen sich Bewerber innerhalb kürzester Zeit auch viele entsprechende englische Vokabeln und Phrasen aneignen. Dabei kommen viele Aspiranten darüber ins Schwitzen, ob ihre englische Aussprache auch stimmt.

Doch keine Sorge! Ich habe für Sie die 50 Wörter zusammengetragen, die deutsche Muttersprachler in englischen Vorstellungsgesprächen besonders gerne falsch aussprechen. Entstanden ist diese Auswahl, indem ich mir über mehrere Jahre hinweg, in über hundert Bewerbungstrainings häufige Aussprachefehler meiner Kunden gleich notiert habe.

Korrekte englische Aussprache – mit dieser kostenlosen Vokabelliste bekommen Sie typische englische Fehler schnell in den Griff.

Kleiner Tipp: Sie können sowohl die britische, als auch die US-amerikanische Aussprache ganz einfach bei Linguee.de abrufen, indem Sie das jeweilige Wort eingeben, dann mit der Maus über das Lautsprecher-Symbol bewegen und auf das britische oder amerikanische Fähnchen klicken.

Englisches Wort

Anmerkungen zur Aussprache

achieve

nicht: „aschieve“

advice vs. advise

advice wird mit scharfem „s“ ausgesprochen, advise mit einem weichen „z“, und das v ist stimmhaft (eher wie ein „w“ im Deutschen“), also nicht: „aduaize“

an analysis / two analyses plural / an analyst / analytical

hier ist die Aussprache wirklich sehr schwer und muss genau eingeübt werden

architect

nicht: „artschitect“

automotive / autodidactic

nicht: „auuto“, sondern “ato-”

basic

nicht: bazzic / basis beides mit einem scharf klingenden „s“

because

nicht: „becourse“

Berlin

nicht: „Berrlin“

certificate

nicht: „certifikait“

colleague 

nicht: „kolleeg“

comfortable

auch ein Zungenbrecher, Alternative: used to, I often use

contribution / to contribute / contributing

nicht: contributing

country

nicht: „kauntry“

development / to develop

nicht: development / nicht: to „devlop“ oder „develouupe“

dialog

nicht: „dialouug“

director

nicht: director

distributor / distribution / to distribute

 

employer vs. employee

 

entrepreneur / entrepreneurial

Dies ist sehr schwer auszusprechen, verwenden Sie also ggf. eine Alternative: „I’m business-oriented./I have a pioneer spirit./I like starting new projects and often have good ideas for new products and solutions.”

executive

nicht: executive / to execute

expertise

nicht: „expertaise“

Finland, Switzerland, Poland

nicht: „Finlaaand, Switzerlaaand, Poulaaand“; das „-land“ wird bei diesen Wörtern im Englischen als „lnd“ ausgesprochen

gymnasium

„gymnasium“ bedeutet auf Englisch „Turnhalle“
Wenn Sie von Ihrer Schule reden, sprechen Sie „Gymnasium“ also ruhig Deutsch aus, damit es keine Verwirrung gibt

hierarchy / hierarchical

 

hotel

nicht: „houtl“

huge / humor

das „h“ ist nicht lautlos, sondern wird deutlich ausgesprochen

hypothesis / hypotheses (plural) / hypothetical

 

ideal

nicht: ideal

implement

nicht: implement, die Vergangenheitsform ist implemented und nicht: implementated

issue

nicht: „izzhue“

knowledge

nicht: „nouuledge“

main

nicht: mean = gemein

maintenance

 

management

nicht: määnäätschmeeent J

negotiate

 

participant / participate

 

perfect

nicht: perfect, was der deutschen Betonung entspräche

process

bitte nicht: „prousess“
(es sei denn Sie sprechen „the Queen’s English“)

psychologist / psychological

hier müssen Sie darauf achten, welcher Vokal betont wird und gleichzeitig das „p“ am Wortanfang komplett lautlos lassen, also wie folgt ausgesprochen: „sychology“, „sychological“

purchase / purchasing

nicht: „purchaizing“

regularly

das ist ein Zungenbrecher, Alternative: frequenly, repeatedly

schedule

in der Regel wie folgt aussprechen: „skedjuul“

significance

nicht: significance, was die korrekte deutsche Aussprache wäre

strategy / strategic

 

strength

nicht: „strange“ oder „strengsh“

template

nicht: „templaite“

the report / to report

nicht: report

the review / to review

nicht: the review

though (obwohl)
thought (Gedanke)
through (durch)
thorough (gründlich) 
tough (widerstandsfähig)

Dieses Bündel von insgesamt fünf Wörtern, ist hinsichtlich Schreibweise und Aussprache nicht ohne.

vice versa

 

Die korrekte Aussprache von „v“ und „w“ im Englischen

Für viele deutsche Muttersprachler ist die korrekte englische Aussprache von „v“ und „w“ ein Problem. Sehr oft höre ich hier ein „uaeh“-Geräusch beim „v“. „University“ wird dann zu „iuniuaehrsity“ und „values“ wird zu „uaehlues“. Manchmal wird im Umkehrschluss dann das „w“ zu hart und zu „deutsch“ ausgesprochen: „what“ wird zu „wwatt“ und „when“ zu „wwenn“.

  • Merken Sie sich: Das „w“ wird in der Regel im Englischen als weiches „uaeh“ ausgesprochen, z.B.:
    when, water, weather, however, homework

  • Das „v“ wird im Englischen jedoch eher wie ein deutsches „w“ ausgesprochen, z.B.:
    university, diversity, vice versa, values, virtual, motivating, instinctive, Vienna

Hier finden Sie eine passendes Übungsblatt, um weiter an Ihrer Aussprache von „v“ und „w“ zu feilen.

Einminütiges Erklärvideo zur eng­li­schen Aussprache von „v“ und „w“

 

 

 

Was hat in der Vorbereitung für ein englisches Vorstellungsgespräch Priorität?

Es schadet natürlich überhaupt nicht, wenn Sie mit einer tollen englischen Aussprache glänzen können. Doch perfekt auf Englisch artikulieren zu können ist in Wirklichkeit nicht das Wichtigste. Sie können auch mit starkem deutschem Akzent und mäßiger englischer Aussprache durchaus sympathisch und kompetent wirken. Ein ausreichend großer Wortschatz und gut strukturierte Antworten – und natürlich eine positive nonverbale Kommunikation (z.B. eine entspannte, freundliche Mimik) – sind weitaus wichtiger als eine fehlerfreie englische Aussprache!

Grundsätzlich empfehle ich deshalb, den Fokus nicht allein auf die Aussprache zu legen. Mit der knappen Zeit, die Sie haben, um sich auf Ihr englisches Bewerbungsgespräch vorzubereiten, sollten Sie vor allem die wichtigsten englischen Vokabeln im Bewerbungskontext lernen und Ihren Werdegang flüssig und anschaulich auf Englisch beschreiben können (also mindestens alle Informationen, die in Ihrem Lebenslauf stehen).

Zudem sollten Sie Zeit darin investieren, englische Antwortbausteine auf die häufigsten Fragen im Bewerbungskontext (schriftlich) auszuarbeiten und einzuüben. Lesen Sie hierzu meinen Gastbeitrag auf Karrierebibel.de. Dort gehe ich näher darauf ein, wie Sie sich auf ein englisches Vorstellungsgespräch vorbereiten können.

Ganz am Ende dieses Artikels gebe ich zudem noch einige Buchempfehlungen für eine umfassende Vorbereitung.

Das vorausgeschickt, gibt es allerdings ein paar Begriffe, bei denen eine präzise Aussprache ungemein wichtig ist. Denn falsch ausgesprochen, können die nachfolgend aufgeführten Wörter für Missverständnisse sorgen ...

Wörter, bei denen die englische Aussprache genau sitzen muss

Wie schon erwähnt, sollten Nicht-Muttersprachler bei der englischen Aussprache keine Perfektion von sich erwarten. Es geht vielmehr darum, in der Fremdsprache die Aussprache so hinzubekommen, dass Ihr Gegenüber Sie versteht, Ihnen gerne zuhört und keine Missverständnisse aufkommen. Das funktioniert i.d.R. auch mit einem deutlich deutschen Akzent.

Es gibt im Englischen jedoch einige Begriffe, die tatsächlich ganz präzise und korrekt ausgesprochen werden müssen, da sie falsch ausgesprochen eine ganz andere Bedeutung haben. Achten Sie deshalb bitte bei den folgenden Wörtern (die z.T. schon oben in der Liste vorkommen) ganz genau auf die korrekte Aussprache:

Englisches Wort

Anmerkungen zur Aussprache

advice (Rat, das Substantiv) vs. advise (beraten, das Verb)

Bei „advice“ wird das „ce“ am Ende wie ein scharfes S ausgesprochen („edweiß“), bei „advise“ hingegen wird das “„se“ weich ausgesproche.

beach (Strand) vs. bitch (vulgär: Schlampe)

Ja, Sie lachen! Diesen Aussprachfehler habe ich tatsächlich schön häufig gehört. Sie erzählen z.B. im Vorstellungsgespräch von Ihrem Hobby – dem Tauchen – und wie schön doch die Strände in Bali sind. Wenn Sie hier „beach“ nicht perfekt aussprechen können, dann erzählen Sie lieber von Ihrem zweiten Hobby: dem Wandern in den Schweizer Bergen ...
content (Inhalt) vs. content (zufrieden)  
extent (Ausmaß/Umfang) vs. extend (verlängern/erweitern/ausweiten)  
graduate from university (graduieren, die Universität abschließen) vs. a university graduate / a graduate engineer (ein Absolvent)  

her (ihr) vs. hair (Haar)

Beispiel: „Her project is going well“, und nicht: „Hair project is going well.“

Ms vs. Miss

Wenn Sie „Ms. Müller“ falsch aussprechen, dann haben Sie die Dame gerade „Fräulein Müller“ genannt. Ups, Fettnäpfchen! Diese Thematik habe ich in einem weiteren Blogartikel ausführlicher behandelt.

personnel (Personal, Mitarbeiter) vs. personal (persönlich)

Wenn Ihnen hier die korrekte Aussprache nicht gelingt, verwenden Sie einfach das Synonym „employees“.
present (Geschenk) vs. to present (etwas präsentieren)  
staff (Personal, Mitarbeiter) vs. stuff (Zeug, Kram, Sachen) Wenn Sie hier die korrekte Aussprache nicht hinbekommen, benutzen Sie einfach das Synonym „employees“.

where (wo) vs. were (waren)

Beispiel: „We were sure this would boost sales“, und nicht: „We where sure this would boost sales.“

Üben Sie, die folgenden Sätze auszusprechen:
„Where were you last night?“
„Well, we were exactly where you were – in the hotel.“

work vs. walk

Hier verwirren Sie Ihren Gesprächspartner, wenn Sie nicht sauber zwischen der Aussprache dieser beiden Wörter differenzieren.

Üben Sie die folgenden Zungenbrecher:
„I walk to work every day.“
„Working and walking is what I love.“

Oder folgende Antwort: „Yes, I really enjoy walking to work. For years I had a long commute (Pendelstrecke) by car every day.“

13 vs. 30 (thirteen vs. thirty)

14 vs. 40 (fourteen vs. fourty)

usw.

Üben Sie, die folgenden Sätze auszusprechen:
„I graduated in 2014“ vs. „I graduated in 2040“
„I supervise 13 employees“ vs. „I supervise 30 employees“
„Our sales grew by 19 percent“ vs. „Our sales grew by 90 percent“

 

Ich drücke die Daumen und wünsche gutes Gelingen fürs englische Vorstellungsgespräch!

 

Ich hoffe, dieser Artikel hat Ihnen weitergeholfen. Für das bevorstehende Vorstellungsgespräch wünsche ich Ihnen jedenfalls ganz viel Erfolg!

Effizientes Bewerbungstraining mit Sprachcoach via Skype

Liz Naithani, Englisch-Bewerbungstrainerin mit Headset bei einem Online-Training via Skype
Liz Naithani, Englisch-Bewerbungstrainerin & Sprachcoach

Sie möchten bei Ihren Vorbereitungen aufs englisch­sprachige Vorstellungs­gespräch gerne einen Schritt weiter gehen und sich pro­fes­sio­nelle Unter­stützung holen?

Ich bin eine erfahrene Bewer­bungs­trainerin und lang­jährige Dozentin für Business Englisch und inter­kul­turelle Kom­munikation. Deshalb bin ich bestens vertraut mit den Schwie­rig­keiten, die viele deutsch­sprachige Job-Kandi­daten bei englischen Vorstel­lungs­ge­sprächen haben – und ich weiß, wie Sie sich am besten für diese Heraus­for­derungen wappnen können.

Mit individuell auf Ihr Stellen­profil und Ihre sprachlichen Vor­kennt­nisse zuge­schnit­tenen Skype-Lern­einheiten helfe ich Ihnen gerne dabei, sich auch in kurzer Zeit ideal auf Ihr Englisch-Vorstel­lungs­gespräch vorzubereiten. Weitere Infos ...

Jetzt unverbindliches Angebot einholen!

Weitere empfehlenswerte Ressourcen zur Vorbereitung

Sie wollen sich selber intensiv vorbereiten? Folgende Materialen kann ich Ihnen empfehlen:

GUT UND GRATIS

Langenscheidt Business English Vorstellungsgespräche (Audio-CD oder kostenlos als Hörbuch im Audible-Probemonat)

Meine Sprachtraining-Kunden geben mir regelmäßig das Feedback, wie hilfreich Langenscheidts Hörbuch-Downloads und Audio-CDs für sie sind.

Die Audio-CD „Business English Vorstellungsgespräche“ kommt mit einem Begleitheft und enthält authentische englische Beispieldialoge, -sätze und wichtige Redewendungen und Sätze.
Mein Tipp: Als Hörbuch können Sie dieses oder auch andere Langenscheidt Hörbucher Ihrer Wahl zurzeit in einem Probemonat von Audible kostenlos testen!

GUT UND GÜNSTIG

Business Spotlight-Booklets „Successful job interviews in English“ und „Successful job applications in English”. Klein aber fein! Leider kein Download möglich, das Booklet kann jedoch per E-Mail an info@spotlight-verlag.de bestellt werden – siehe business-spotlight.de (inkl. Versand ca. 5 EUR je Booklet).

Das Büchlein ist aktuell leider ausverkauft.

TOP RECHERCHIERT UND UMFASSEND

Das überzeugende Vorstellungsgespräch auf Englisch (Püttjer & Schnierda)

Mein absoluter Buchfavorit in diesem Zusammenhang ist Das über­zeu­gende Vor­stel­lungs­gespräch auf Englisch – Die 200 ent­schei­denden Fragen und die besten Antwortenvon Püttjer & Schnierda, Campus Verlag (auch als Audio-CD erhältlich). Der Preis (22,99 EUR) ist mehr als gerechtfertigt, denn in diesem Buch stecken echte Power und Expertise – ideal für Fach- und Führungskräfte.

Es ist gut strukturiert und macht Lust aufs Lesen. Die erfahrenen Bewerbungsexperten zeigen smarte Antwortstrategien auf, nennen die wichtigsten Themen, die im Vorstellungsgespräch angeschnitten werden und dazu 200 konkrete Fragen, mit frischen Antwortbeispielen. Als deutsche Muttersprachler haben sie das Buch in Zusammenarbeit mit kompetenten Englisch-Native-Speakern verfasst. Alle englischen Antwortbeispiele sind herausragend gut – sprachlich wie inhaltlich.

The Essential Digital Interview Handbook

Wenn Ihr Englisch so gut ist, dass Sie englischsprachige Lektüre nicht scheuen, dann empfehle ich Ihnen speziell für die Vorbereitung auf ein englischsprachiges Online-Vorstellungsgespräch „The Essential Digital Interview Handbook“.

Darin finden Sie zahlreiche detaillierte Tipps zur Vorbereitung, Hilfestellungen, wie Sie Fettnäpfchen und typische Fehler vermeiden können, worauf Sie bei der Technik achten sollten und wie Sie den Schritt von einer virtuell abstakten zu einer greifbaren Person vollziehen – denn das ist letztlich entscheidend.

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Kommentar von Mark Chines |

Nützlicher Artikel. Vielen Dank

Logo des Bundesverbandes der Dolmetscher und Übersetzer

 

Website zuletzt aktualisiert am 14.12.2018 |  Elizabeth K. Naithani: Über­setzerin, Lek­torin, Englisch-Sprachdienstleister aus Köln  |  Impressum & Datenschutz  |  Sitemap  |  AGB