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Verwendung von Punkt und Komma als Trennzeichen bei Zahlen im Englischen

Die unterschiedlichen Tausender-/Dezimaltrennzeichen im Deutschen und Englischen

08 Dez 2015
·
von Liz Naithani
·
(Kommentare: 2)
Logo , Referenz Sprachtraining, Englisch

Beim Schreiben von Zahlen in englischen Texten sollten Deutschsprachige besonders aufmerksam beim Setzen der Dezimaltrennzeichen und Tausendertrennzeichen sein. Gerne wird hierbei nämlich übersehen, dass die Trennzeichen „Punkt“ und „Komma“ im Deutschen und Englischen genau umgekehrt verwendet werden.

Dies kann gerade bei Wirtschafts- und Finanztexten – beispielsweise bei Beträgen in Euro und US-Dollar in mehrsprachigen Geschäftsberichten – Verwirrung stiften oder im schlimmsten Fall Investoren verunsichern.

1. Das richtige Dezimaltrennzeichen

  • Im Deutschen: „Dies wird Sie 999,50 EUR kosten“
  • Im Englischen: “This will cost you 999.50 EUR”


Achten Sie darauf, dass im Englischen ein Dezimalpunkt statt eines Kommas vor der Cent-Angabe (beziehungsweise zwischen dem ganzen und dem gebrochenen Teil einer Zahl) verwendet wird. Ausnahmen, wie beispielsweise die englischen Rechtschreibkonventionen in Südafrika, bestätigen die Regel.

2. Das korrekte Tausendertrennzeichen

  • Im Deutschen: „Dies wird Sie 1.000,50 EUR kosten“ oder „München hat 2,5 Millionen Einwohner“
  • Im Englischen: “This will cost you 1,000.50 EUR” oder “Munich has a population of 2.5 million”


Achten Sie darauf, dass im Englischen ein Komma statt eines Tausenderpunkts verwendet wird, um Ziffern in Dreiergruppen zusammenzufassen.

Übrigens:

Die DIN-Norm DIN 5008 (Schreib- und Gestaltungsregeln für die Textverarbeitung) empfiehlt den Punkt als Tausendertrennzeichen nur für Geldbeträge – alle anderen Zahlen sollen im Deutschen (wie es auch der Duden vorschreibt) von der Endziffer aus mit Leerzeichen in Dreiergruppen gegliedert werden. Und, das ist mittlerweile auch die offizielle Empfehlung (vorzugsweise ein schmales Leerzeichen) von vielen verbreiteten englischsprachigen/internationalen Styleguides und Konventionen, wie etwa der ISO-Norm 31-0 oder des Internationalen Büros für Maß und Gewicht. Deshalb ist im internationalen Kontext das Leerzeichen meist die empfehlenswerteste Variante, da es hilft, Verwirrung zu vermeiden (siehe en.wikipedia.org/wiki/Decimal_mark). Das stellt sich folgendermaßen dar:

  • Im Deutschen: „Der jährliche Wasserverbrauch in New York beträgt durchschnittlich 161 655 Liter pro Kopf.“
  • Im Englischen: “The yearly water consumption in New York is 42 705 gallons on average per capita.”

Womit wir bei der nächsten Herausforderung wären: Die unterschiedlichen internationalen Maßeinheiten – aber das steht auf einem anderen Blatt ...

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Kommentar von Jestyn |

The Swiss, even in German speaking parts, use apostrophes 234'456.34 (see www.ubs.com/quotes, for example)

Kommentar von Armando S. |

Dear Elisabeth,

thank you very much for your explanations about writing numbers in German and English. Allow me a comment about the thousands separator in German: according to Duden and Deutsches Institut für Normung, the standard thousands separator in German is the space (in the best case a small space, but only few software programs know how to deal with that), not the point (dot, full stop etc.). The point is sometimes accepted as the thousands separator in amounts of money, though.

Quote: "Zur Gliederung von längeren Ziffernfolgen in Dreierblöcke von der Endziffer aus (Tausendertrennung) „können“ (DIN 1333) bzw. „sollten“ (DIN 5008) Leerzeichen verwendet werden. Bei Zahlen mit Nachkommaanteil (gebrochener Teil) gilt dies sowohl links als auch rechts des Dezimaltrennzeichens. DIN 1333 sieht die Verwendung des Punktes (.) zur Tausendertrennung ausdrücklich nicht vor. Eine Ausnahme bilden Geldbeträge, die „aus Sicherheitsgründen“ mit dem Leerzeichen, das mindestens die Breite einer der Ziffern hat, oder einem Trennzeichen (wie dem Punkt) getrennt werden können. Der Duden übernimmt die Schreibweise von Zahlen aus den DIN-Normen, gibt also ebenfalls das Leerzeichen zur Tausendertrennung vor..." Unquote.

Antwort von Liz Naithani

Thanks for the pointer, Armando! I just updated the article in regards to this information.

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